Burg-Gräfenrode und Okarben rücken näher zusammen, Febr. 2014

Burg-Gräfenrode und Okarben rücken näher zusammen (Febr. 2014)

Einmal im Jahr verbringt der Kirchenvorstand für eine Klausurtagung ein gemeinsames Wochenende. In 2014 fand dieses Treffen am zweiten Februarwochenende im Kloster Hoechst statt.

Ziel einer solchen Veranstaltung ist, dass die Mitglieder des Kirchenvorstandes – losgelöst von der täglichen Routine – mehr Zeit zur Verfügung haben, um über für die Kirchengemeinde wichtige Themen zu sprechen und zu entscheiden. So hat zum Beispiel Vikar Lenski über die neue Lebensordnung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ein Referat gehalten. Üblicherweise findet auch immer eine Kirchenvorstandssitzung statt.

Das Hauptthema dieses Jahres war das Zusammenrücken der Kirchengemeinden Burg-Gräfenrode und Okarben. Aus diesem Grund war auch der Kirchenvorstand von Burg-Gräfenrode mit eingeladen. Die Beratungen wurden durch eine professionelle Hilfe unterstützt. Einen ausführlichen Bericht finden Sie unten nach dem Foto.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass trotz intensiven Arbeitens auch noch Zeit für Andachten und ein Abendmahl blieb. Beim geselligen Zusammensein am Abend bestand auch Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen.

Kirchenvorstände von Burg-Gräfenrode und Okarben mit Pfr. Dautenheimer und Vikar Lenski

Burg-Gräfenrode und Okarben rücken näher zusammen

Seitens unserer Landeskirche (EKHN -Evangelische Kirche in Hessen und Nassau-) wurden die Pfarrstellen mit den Stichtagen 01.01.2015 und in einem zweiten Schritt 01.01.2019 neu bemessen. Berücksichtigt wurde hierbei, dass aufgrund der demografischen Bevölkerungsentwicklung die evangelische Kirche künftig weniger Mitglieder haben wird. Neu an der Vorgehensweise ist, dass seitens der Landeskirche die Pfarrstellen nicht mehr jeder einzelnen Kirchengemeinde direkt zugeteilt werden, sondern den Dekanaten (die EKHN ist in Dekanate aufgeteilt. Wir gehören zum Dekanat Wetterau in Friedberg mit 61 Gemeinden in 16 Kommunen (www.wetterau-evangelisch.de). Die Dekanate verteilen die Pfarrstellen dann auf die einzelnen Kirchengemeinden. Auch die Bemessungsgrundlage hat sich geändert. Die EKHN berücksichtigt nur noch die Anzahl der Gemeindemitglieder und die Gemarkungsflächen für das gesamte Dekanat. Mit der Flächenberücksichtigung sollen ländliche Gebiete bevorzugt werden. Weggefallen ist die Berücksichtigung der Kindergärten / Kindertagesstätten seitens unserer Landeskirche. Der Dekanatssynodalvorstand kann aber bei der „Weiterverteilung“ zusätzliche Faktoren berücksichtigen (die Dekanatssynode ist oberstes Gremium des Dekanatsbezirks, der haupt- und ehrenamtliche Delegierte der einzelnen Gemeinden angehören). Der Synodalvorstand des Dekanats Wetterau hat beschlossen, die Kindergärten / Kindertagesstätten zu berücksichtigen.

Für Karben kommt eine weitere Besonderheit hinzu. Alle evangelischen Kirchengemeinden in Karben haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) per Vertrag zusammengeschlossen. So werden die Pfarrstellen wiederum nicht den einzelnen Karbener Kirchengemeinden zugeteilt, sondern als „Gesamtpaket“. Die ARGE kann dann ‑ unter Zustimmung aller betroffenen Kirchenvorstände ‑ die evangelischen Pfarrstellen individuell in Karben verteilen.

Für Burg-Gräfenrode und Okarben ergibt sich ab 01.01.2015 in der Summe nur noch eine Pfarrstelle. Diese Pfarrstelle ist auch bei der Bemessung für 2019 gesichert. Die Kirchenvorstände von Burg-Gräfenrode und Okarben haben beschlossen, dass beide Kirchengemeinden ab 01.01.2015 eine pfarramtliche Verbindung eingehen. In der ARGE Karben wurde dies gebilligt. In Karben gibt es bei den anderen evangelischen Kirchengemeinden weitere Vereinbarungen bezüglich der Zusammenarbeit untereinander.

Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit:

1.)   Gemeinsame Pfarrdienstordnung

2.)   Pfarramtliche Verbindung

3.)   Arbeitsgemeinschaft (ARGE)

4.)   Zusammenschluss

Den Mitgliedern der Kirchenvorstände von Burg-Gräfenrode und Okarben war eine gemeinsame Pfarrdienstordnung zu unverbindlich. Die ARGE wurde bewusst nicht gewählt, weil wir schon Mitglied in der ARGE für alle evangelischen Kirchengemeinden in ganz Karben sind. Ein Zusammenschluss der beiden ev. Kirchengemeinden Burg-Gräfenrode und Okarben scheitert an der Zuteilung der Finanzmittel. Alle Gemeinden bekommen jeweils einen großen Grundbetrag zugeteilt und weitere Gelder pro Gemeindemitglied und pro Gebäude. Bei einem Zusammenschluss würden Burg-Gräfenrode und Okarben nur noch einen Grundbetrag für jedes Haushaltsjahr erhalten. Dies ist nicht tragbar, da schon jetzt die Finanzmittelzuteilung unserer Landeskirche nicht mehr die Ausgaben deckt. Wir sind auf die Kollektengelder und weitere Spendengelder angewiesen.

Unserem Pfarrer, Eckart Dautenheimer, wurde die Vakanzvertretung für Burg-Gräfenrode übertragen. Ab 01.01.2015 ist er dann Gemeindepfarrer für Burg-Gräfenrode und Okarben! Dies bedeutet insbesondere an den hohen Festtagen, dass er nicht in beiden Gemeinde gleichzeitig Gottesdienst halten kann. Zur Vorbereitung der künftigen Zusammenarbeit zwischen Burg-Gräfenrode und Okarben haben beide Kirchenvorstände schon mehrfach in Arbeitsgruppen beraten. Am zweiten Februarwochenende 2014 waren beide Kirchenvorstände auf einer gemeinsamen Klausurtagung, um die künftige Zusammenarbeit zu beraten und zu erarbeiten. Die Atmosphäre war an dem Wochenende hervorragend. Es war eine Freude mit den Partner/innen von Burg-Gräfenrode gemeinsam zu tagen.

Die ersten Arbeitsergebnisse müssen nun in weiteren Tagungen einzelner Fachgruppen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Wichtig für Sie als Gemeindemitglied ist es zu wissen, dass unser Pfarrer seine Zeit auf zwei Kirchengemeinden verteilen muss. Unser gemeinsamer Pfarrer und die Mitglieder beider Kirchenvorstände sind davon überzeugt, dass wir von der Zusammenarbeit aber auch profitieren werden. Wir hoffen natürlich, dass alle Gemeindemitglieder die Zusammenarbeit mittragen. Gemeinsam und auf mehren Schultern verteilt können wir voller Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken.

Für den Kirchenvorstand Okarben

Walter  Donges
Februar 2014

share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.