Taufe

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Sie interessieren sich für die Taufe? Wir haben für Sie auf den unten aufgeführten Seiten alles Wissenswerte rund um die Taufe zusammengestellt. Bei noch offenen Fragen wenden Sie sich bitte an unser Pfarramt. Sie können sich noch umfassender über das Thema Taufe informieren, indem Sie die Internetseiten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) aufrufen, unter der Rubrik „von A bis Z“, danach die Kategorie „Taufe“. Wir haben diese Seiten auch als Quelle für unsere Beiträge benutzt.

 

Bedeutung der Taufe

Jeder Mensch kann sich taufen lassen. Mit der Heiligen Taufe wird er Christ. Gleichzeitig bedeutet es die Aufnahme in die christliche Kirche und in die Gemeinde vor Ort. Sie ist das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott diesen Menschen angenommen hat.

Taufe ist keine Altersfrage. Jedes Alter bietet andere Chancen und andere Herausforderungen. Die Taufe im frühen Lebensalter engt nicht ein, sondern im Gegenteil macht frei für den Glauben! Bei einer Säuglings- oder Kleinkindertaufe bekennen sich Eltern, Patinnen und Paten stellvertretend für das Kind zu ihrem Glauben an Gott und versprechen, für eine christliche Erziehung zu sorgen. Schon deshalb sollte die Taufe nicht als abgeschlossene Handlung betrachtet werden, sondern als Beginn eines christlichen Lebensweges. Das Kind wird mit größerer Selbstverständlichkeit den Kindergottesdienst besuchen oder am Religionsunterricht teilnehmen. Dadurch lernt es schon früh die Bibel und christliche Wertvorstellungen kennen. Später ist es besser in der Lage, sich über Glaubensfragen eine eigene Meinung zu bilden. Die Erfahrung zeigt, dass erst eine christliche Erziehung die Grundlage dafür schafft, später einen eigenen Weg im Glauben zu finden.
Jugendliche lassen sich häufig im Zusammenhang mit der Konfirmation taufen. Bei der Erwachsenentaufe ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Die Taufe ist einmalig. Die Taufe in der evangelischen Kirche wird von allen Kirchen anerkannt, die sich der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angeschlossen haben. Sie bleibt ein Leben lang gültig – selbst wenn jemand aus der Kirche austritt und wieder eintritt.

 

Anmeldung / Taufgespräch

Nach Ihrem Entschluss, Ihr Kind oder sich selbst taufen zu lassen, nehmen Sie bitte Kontakt zum Pfarramt auf, um mit unserem Pfarrer einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Es wäre gut, wenn wenigstens ein Elternteil einer christlichen Kirche angehören würde. Zu diesem Termin bringen Sie bitte Ihr Stammbuch und die Geburtsurkunde des Täuflings (Bescheinigung für religiöse Zwecke) mit. Falls der Pate bzw. die Patin kein Mitglied der ev. Kirchengemeinde Okarben ist, ist ein Patenschein als Nachweis der Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche erforderlich.

Das Taufgespräch mit dem Pfarrer ist ein guter Anlass, sich in Ruhe kennen zu lernen und persönliche Fragen zu klären. Auch allgemeine Glaubensfragen und kritische Gedanken haben hier ihren Raum. Zu diesem Treffen sind die Eltern, aber auch die künftigen Paten eingeladen. Das Taufgespräch kann im Pfarramt oder bei Ihnen zu Hause stattfinden.

Es werden mögliche Tauftermine besprochen und wie der Taufgottesdienst ablaufen soll. Im Blick auf die Lieder, die Musik und die Fürbitten sind Sie eingeladen, die Feier mitzugestalten. Falls Sie bereits eine Idee für einen Taufspruch haben, teilen Sie ihn bitte während des Gespräches mit, der Pfarrer empfiehlt Ihnen jedoch auch gerne einen.
Sie melden die Taufe dann verbindlich während des Taufgesprächs an.

Auf Wunsch kann die Taufe auch in einer anderen evangelischen Gemeinde stattfinden. Zu diesem Zweck erhalten Sie vom Pfarrer eine Bescheinigung.

 

Taufgottesdienst

Die Taufe ist der Aufnahmeritus in die christliche Kirche. Daher geschieht die Taufe in der Regel im sonntäglichen Gemeindegottesdienst. Sie sind eingeladen, die Feier mitzugestalten (ist aber kein Muss), z.B.

  • durch die Auswahl der Lieder
  • durch das Schmücken des Taufbeckens mit Blumen
  • Familienangehörige können die Lesungen übernehmen oder formulieren und sprechen eigene Gebete und Segenswünsche
  • andere Angehörige musizieren im Gottesdienst
  • Paten bzw. Patinnen, Eltern oder größere Geschwister zünden die Taufkerze an.

Die Kirchengemeinde schenkt dem Täufling die Taufkerze. Sie können die Taufkerze aber auch selbst besorgen. Sie ist in christlichen Buchhandlungen oder gut sortierten Fachgeshäften erhältlich. Als Taufkerze kann auch eine einfache Kerze dienen, die mit Wachsplatten selbst individuell gestaltet wird.
Am Ende des Gottesdienstes übergibt der Pfarrer den Taufeltern eine Bescheinigung über die vollzogene Taufe. Die Patinnen bzw. Paten erhalten einen Patenbrief.
Einige Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch der EKHN sind hier beispielhaft aufgeführt, die dem Taufgottesdienst die musikalische Stimmung und Besinnung verleihen:
Tut mir auf die schöne Pforte (EG 166)
Bewahre uns Gott (EG 171)
Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)
Liebster Jesu, wir sind hier (EG 206)
Ich möcht’, dass einer mit mir geht (EG 209)
Gott, der du alles Leben schufst (EG 211)
Lobe den Herren (EG 317)
Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn (EG 337)
Meinem Gott gehört die Welt (EG 408)
Gib uns Frieden jeden Tag (EG 425)
Auf und macht die Herzen weit (EG 454)
Segne dieses Kind (EG 574)
Kind, du bist uns anvertraut (EG 577)
Wir strecken uns nach dir (EG 625)
Viele kleine Leute (EG 643)

 

Patenschaft

Die Patenschaft ist eine Beziehung, die mitwächst.
Genauso wie die Eltern versprechen auch die Patinnen und Paten bei der Taufe, das Kind auf seinem Weg zum Glauben zu begleiten und ihm, unterstützt von der Gemeinde, christliche Werte und Traditionen zu vermitteln. Sie fördern die religiöse Entwicklung des Patenkindes und erzählen von ihren christlichen Erfahrungen, wenn es sie daraufhin befragt. Für das Kind soll der Pate ein Gesprächspartner sein, der es während des Heranwachsens begleitet.

Wer kann Taufpate sein?
Patinnen bzw. Paten sollen konfirmierte Glieder der Kirche sein. Bei auswärtigen Paten wird dies durch einen Patenschein des zuständigen Pfarrers nachgewiesen. Angehörige einer anderen christlichen Kirche können vom Konfirmationsalter an als Pate zugelassen werden. Anstelle des Patenscheines ist eine Bescheinigung über ihre Kirchenzugehörigkeit vorzulegen. Die zulässigen Kirchen, denen ein Pate für ein evangelisches Kind angehören kann, sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). PatInnen aus diesen Kirchen sollten unbedingt mit ihrer Kirche sprechen, welche Voraussetzungen dort für eine Patenschaft bestehen.

Wer keiner christlichen Kirche angehört, Mitglied einer Sekte bzw. nichtchristlichen Gemeinschaft ist oder wer das Patenrecht nach der kirchlichen Ordnung verloren hat, kann nicht Pate sein.

Nach dem Taufgottesdienst erhalten die Paten ihren „Patenbrief“. Darin stehen die Namen von Pate und Täufling sowie der Taufspruch.

Die Patenschaft endet mit der Konfirmation des Patenkindes. Bei einem Austritt aus der Kirche erlischt das Patenamt nicht.
Übrigens: Es gehört nicht zur Aufgabe eines Paten, die Erziehung des Kindes zu übernehmen, falls seinen Eltern etwas zustößt. Paten haben in diesem Fall keine Vormundschaftsaufgabe oder Betreuungsrechte.

 

Erwachsenentaufe

Wenn Sie sich als Erwachsener (ab 14 Jahre) zur Taufe entschließen, sind Sie in der evangelischen Kirche herzlich willkommen. Die Heilige Taufe ist das sichtbare Zeichen der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Christinnen und Christen. Sie wird in einem öffentlichen Gottesdienst vor der Gemeinde vollzogen. Der Taufe gehen Gespräche über wichtige Glaubensthemen oder Lebensfragen voraus, die in Absprache mit Ihnen vereinbart werden.

Als Erwachsener übernehmen Sie selbst die Verantwortung für diesen Glaubensschritt und benötigen keine Paten mehr. Mit der evangelischen Taufe werden Sie zugleich Mitglied der evangelischen Kirche mit allen Rechten und Pflichten. Als künftiges Mitglied der Kirche haben Sie nicht nur die Möglichkeit kirchlich zu heiraten, sondern auch selbst Pate zu werden. Sie sind auch eingeladen, das kirchliche Leben in unserer Gemeinde mitzugestalten. Die ehrenamtliche Tätigkeit im Kirchenvorstand oder in der Kinder- und Jugendarbeit sind nur einige Beispiele. Der Mitgliedsbeitrag – die Kirchensteuer – ist gesetzlich geregelt und richtet sich nach Ihrem Einkommen.

Die Taufhandlung ist eine einmalige Zeremonie. Wer evangelisch, katholisch oder orthodox getauft ist und danach aus der Kirche ausgetreten ist, braucht sich bei einem Wiedereintritt nicht wieder neu taufen zu lassen.

Um sich zur Taufe anzumelden, rufen Sie bitte unser Pfarramt an und vereinbaren einen Termin mit dem Pfarrer. Bringen Sie bitte Ihr Familienstammbuch mit.

 

Nottaufe

Wenn für einen Menschen, insbesondere für ein neugeborenes Kind, Lebensgefahr besteht und ein Pfarrer / Pfarrerin nicht mehr herbeigerufen werden kann, darf jeder Christ taufen. Voraussetzung ist, dass der Täufling oder die für ihn Verantwortlichen einverstanden sind. Wenn möglich, soll die Taufe in Gegenwart christlicher Zeugen vollzogen werden. Wer die Nottaufe empfangen hat, ist gültig getauft. Die Nottaufe muss alsbald dem Pfarramt gemeldet werden. Ist trotz aller Bemühungen die Taufe rechtzeitig nicht mehr möglich, dürfen wir dennoch den ungetauft Verstorbenen in Gottes Liebe geborgen wissen.

Taufauftrag:
Christus spricht: Mir ist gegeben alle Macht
im Himmel und auf Erden.
Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und lehret sie halten
alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch
alle Tage bis an der Welt Ende (Mt 28,18-20)

Auch folgende kurze Form allein ist möglich:
Wer tauft, spricht (und segnet dabei den Täufling mit dem Zeichen des Kreuzes): Herr Jesus Christus, nimm (Name bzw. dieses Kind) an in deiner Barmherzigkeit.

Der / die Taufende gießt mit der Hand dreimal Wasser über die Stirn des Täuflings und spricht: Name……, ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Der Friede des Herrn sei mit dir.
Zum Schluss das Vaterunser.

 

Taufsprüche

  • 1. Mose 12,2:
    Ich will dich segnen und dir einen großen Namen machen. Und du sollt ein Segen sein.
  • 1. Mose 24, 40:
    Gott, der Herr, wird seinen Engel mitschicken und deine Reise gelingen lassen.
  • 2. Mose 23,20:
    Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.
  • 5. Mose 4,31:
    Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott. Er lässt dich nicht fallen und gibt dich nicht preis.
  • Josua 1,9:
    Gott sagt: Lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut, denn ich, dein Gott, bin bei dir.
  • 1. Samuel 2,1:
    Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn.
  • 1. Samuel 16,7:
    Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; Gott aber sieht das Herz an.
  • Psalm 16,11:
    Du tust mir kund den Weg zum Leben: vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
  • Psalm 18,30b:
    Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.
  • Psalm 23,1:
    Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
  • Psalm 23,4b:
    Denn du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich.
  • Psalm 31,8:
    Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte.
  • Psalm 31,9:
    Du stellst meine Füße auf weiten Raum.
  • Psalm 34,8:
    Der Engel des Herrn umschirmt alle.
  • Psalm 36,10:
    Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
  • Psalm 46,2a:
    Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.
  • Psalm 57,11:
    Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
  • Psalm 71,6:
    Seit meiner Geburt bist du mein Halt. Du hast mir aus dem Mutterschoß herausgeholfen, darum rühme ich dich alle Zeit.
  • Psalm 91,11+12:
    Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
  • Psalm 119,105:
    Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
  • Psalm 139,14:
    Ich danke dir, Gott, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele.
  • Jesus Sirach 14,14:
    Versäume keinen fröhlichen Tag und lass dir die Freuden nicht entgehen, die dir beschieden sind.
  • Sprüche Salomos 16,9:
    Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der HERR lenkt seinen Schritt.
  • Jesaja 41,10:
    Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
  • Jesaja 43,1:
    So spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich befreit, ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
  • Markusevangelium 9,23:
    Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
  • Johannesevangelium 1,5:
    Und das Licht scheint in der Finsternis.
  • Johannesevangelium 6,35:
    Jesus spricht: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
  • 2. Korinther 5,17:
    Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
  • 2. Timotheusbrief 1,7:
    Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
  • 1. Johannesbrief 3,18:
    Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.
  • 1.Johannes 4,16b:
    Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
  • Johannesoffenbarung 21,5+6:
    Christus spricht: Siehe, ich mache alles neu! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen umsonst geben von der Quelle des lebendigen Wassers.

 

Tauffrage

Tauffrage an die Eltern:

Pfarrer/in:
Zuerst wende ich mich an Sie, liebe Eltern / liebe Mutter / lieber Vater:
Ihr Kind ist Ihnen als Gabe Gottes anvertraut. Es soll durch die Taufe zu Gott gehören.
Wollen Sie das Ihre dazu tun, dass in Ihrem Kind der Glaube an Jesus Christus wachsen kann,
und sind Sie bereit, Ihr Kind in der Verantwortung vor Gott zu erziehen, so antworten Sie: Ja, mit Gottes Hilfe.

Eltern:
Ja, mit Gottes Hilfe.

Tauffrage an die Patinnen und Paten:

Pfarrer/in:
Liebe Patinnen und Paten:
Wollen Sie als Glieder der christlichen Gemeinde den Eltern bei der Erfüllung ihrer Aufgaben helfen und für dieses Kind Verantwortung vor Gott übernehmen, so antworten Sie: Ja, mit Gottes Hilfe.

Patinnen und Paten:
Ja, mit Gottes Hilfe.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]